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RACING SWEATERS

Einführend kurz über die Geschichte dieser Pullover-Gattung. Mit ihrer Herstellung begann man in den Zwanzigern, sie war bis in die Fünfziger Jahre hinein populär, danach aber wurde sie immer mehr durch Lederjacken, Mäntel, Westen ersetzt. Die Pullover hatten breite Taille, breite Strickbündchen mit Daumenmasche und breiten Kragen, der den ganzen Hals bedeckte. Vorhanden war auch ein bis zur Brust sich hinziehende Reißverschluss. Dieses Design war vor allen Dingen beim Motorrennen vorteilhaft. Betreffend Farbenauswahl waren die Pullover oftmals in einer großen Palette von Farbenkombinationen gestaltet. Die AMA (American Motocyclist Associacion) betrieb schon in der Zwischenkriegszeit verschiedene Wettkämpfe, Bergrennen und Freestyle-Fahrten – die sogenannten Gipsy Runs. Bei all diesen Disziplinen dienten die Racing Sweaters der Präsentation einzelner Clubs, Motorradhersteller oder aber Sponsoren. In der Nachkriegszeit wurden diese Pullover im Clubmilieu immer beliebter und jedes Mitglied hatte einen eigenen Racing Sweater mit seinem Namen oder dem Clublogo.

Gegenwärtig werden, dank der hohen Nachfrage, diese perfekten Pullover erneut produziert. Für den heutigen Motorradsport sind sie zwar nicht mehr geeignet, für Motorrad-Freaks und modebewusste Menschen sind sie jedoch nach wie vor attraktiv!

Nach langer Suche habe ich einige Hersteller gefunden, nicht allen begegnete ich aber persönlich, also bitte die nachfolgenden Sätze wirklich nur als Empfehlung zu betrachten!
In Europa am besten erreichbar ist die deutsche Marke Rumble59, vom Kauf dieses Pullovers kann ich aber aus einem einfachen Grund abraten: das Ding ist höchst merkwürdig gestrickt, es sieht aus wie Socken aus der Oma ihrer Klamottenkiste, vom Schnitt her werden vier Sorten angeboten, drei Rumble59 und einmal The Wanderers, andererseits aber zum angenehmen Preis von 79 €. Ein weiterer europäischer Hersteller, Deluxe Jersey, kommt aus Frankreich. Den Pullover dieser Marke gelang es mir, zu meinem Erstaunen, über eBay USA zu kaufen. Angeboten werden verschiedene Farbvarianten und man kann beliebige Beschriftungen oder Logos bestellen. Der Pullover kann also nach spezifischem Kundenwunsch gestaltet werden, das Haus bietet aber auch eine eigene Produktpallette, die ich sehr attraktiv finde. Schnitt und Stricktechnik sind historisch gehalten. Was ich beanstanden muss – einige besonders kleine Buchstaben sind nicht angenäht, sondern aufgebügelt, und lösen sich deshalb ab. Ich habe dieses Problem durchs Annähen gelost und seitdem scheint alles OK. Reißverschluss zu einfach. Preise ab 89 €, Grundangebot ohne Schriftzüge, mit wäre es um 115 €. Diesen Pullover kann ich als beste und erreichbarste Alternative empfehlen.The Curator aus England steht für hochwertige Pullover, die bei maximaler Betonung der Authentizität hergestellt werden. Leider sind nur zwei Sorten mit wenigen Aufnähern im Angebot. Kostet 120 Pfund.
Und nun kommen wir zur Wiege – den USA. Ich beginne mit den erreichbarsten Marken. Übrigens, bei der Bestellung nicht Zollgebühren vergessen. Vorteilhaft ist, den Pullover in den Staaten zu kaufen. MyBabyJo bietet vier Sorten zu 175 Dollar, allerdings ohne Text oder Aufnäher. Bei Liberty Motor Wear sind ebenfalls vier Sorten, plus Aufnäher deiner Wahl, erhältlich. Preis 175 Dollar.
Bei Vintage Motor Clothing werden kundenspezifische Pullover hergestellt. Auswahl aus in den USA sehr populären Farben, Texten und Aufnähern. Preis individuell je nach Art. Topqualität von Dehen. Die Pullover werden über gasolinecowboys.com vertrieben. In dritter Generation hergestellt. Wenn du etwas Außerordentliches haben willst, greif zu. In meinem Fall musste ich die bezahlte Bestellung wegen den hohen Portokosten (es machte 160 Dollar) stornieren, ich komme aber noch später dazu. Guck dir deren Angebot an, man findet hier den gleichen Pullover, den Anthony Hopkins in „The World's Fastest Indian“ trug.
Also wenn du im Besitz einer Maschine aus den 50ern bist, mach dich dran!

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